Geschichte des Vereins

Vor vielen Jahren fanden sich auch in Lünen Menschen zusammen, die ihre Kinder in einem Waldorfkindergarten betreut wissen wollten und sich im Jahr 1988 zu einer Gründungsinitiative zusammenfanden. Die Initiative richtete in Lünen an verschiedenen Orten Veranstaltungen aus, um den Elternhäuser die Waldorfpädagogik nahe zu bringen. Dies geschah über Vorträge und Einladungen zu Puppenspielen für die Kinder.

Zunächst gestaltet sich die Suche nach einer passenden Bleibe als schwierig. Anfänglich aussichtsreiche Pläne einer Anmietung eines Forsthauses aus dem Immobilienbesitz des Grafen Kanitz kamen leider nicht zustande, so dass die Träume eines Waldorfkindergartens mitten im Wald mit einer Einliegerwohnung für die Kindergartenleiterin zerschellten.

Am 14. August 1991 kam es dann durch 14 Elternhäuser zur endgültigen Gründung des „Waldorfkindergarten Lünen e. V., in der Hoffnung bald ein Domizil für die Kinder zu finden. Am 4. November 1991 war es dann endlich soweit: Der Waldorfkindergarten Lünen öffnete sein Haus für die Kinderbetreuung an der Gahmener Str. 260. Voraus gegangen waren Wochen der Renovierung, bei der viel in Eigeninitiative handwerklich durch die Eltern erledigt wurde. Auch ein Elterndarlehen von über 50.000 DM war notwendig, um den Umbau und die Zusammenlegung der beiden Wohnungen in dem freistehenden Flachdachgebäude zu bewerkstelligen.

Nun war die Unterkunft durch den Mietvertrag für die nächsten 10 Jahre gesichert, der Waldorfkindergarten sollte aber insgesamt für 22 Jahre seinen Standort an der Gahmener Straße behalten.

Im Jahr 2013 stand dann der Umzug an. Das Jugendamt der Stadt Lünen hatte dem Verein das Gebäude an der Kreuzstr. 118 zum Bezug angeboten. Dort war in den 1990 Jahren eine eingruppige Einrichtung erbaut worden, die bis zur Aufgabe vom DRK betrieben worden war.

Nach einigen Überlegungen sagte der Verein die Übernahme zu. Nun galt es, das Gebäude binnen acht Wochen so zu gestalten, dass sich dort die Waldorfpädagogik wiederspiegeln konnte. Auch nach dem Einzug waren noch weitere gestalterische Arbeiten auch auf dem Gartengelände notwendig. So fand zum Beispiel die Fassade erst 2014 zu ihrem jetzigen Bild.

Im Sommer 2014 gab es dann die große Einweihungsfeier, zu der wir viele Besucher und Gäste aus den Behörden und Verbänden begrüßen durften, die den Waldorfkindergarten bereits über die ganzen Jahre begleitet hatten. Eine besondere Freude war der Besuch einiger Gründungseltern und ehemaliger Erzieherinnen.

Das Fest beinhaltet auch die Taufe des Hauses durch den Pfarrer der Christengemeinschaft Dortmund, Herrn Laurens Hornemann. In den Wochen danach haben wir den Taufspruch auch durch eine Künstlerin am Haus anbringen lassen.

Der Waldorfkindergarten hatte in der damaligen Zeit mit einer Betreuung von Kindern ab drei Jahren begonnen, inzwischen betreuen, bilden und fördern wir unter unserem Dach auch Kinder ab zwei Jahren.

Im Jahr 2018 benannte sich der Kindergarten in Freier Kindergarten Sterntaler e.V. um, was jedoch nichts an der Umsetzung des waldorfpädagogischen Konzeptes veränderte.